Madagaskar - Die Gewürzinsel
Von Madagaskar haben viele nur vage Vorstellungen: Den Namen kennt man aus einem Seemannslied, vielleicht weiß man noch, dass dort Pfeffer, Muskat, Zimt, Nelken und andere Gewürze wachsen. Aber sonst? Wer weiß, dass die Bewohner Madagaskars überwiegend malaiischen Ursprungs sind oder dass auf keiner anderen Insel so viele endemische Pflanzen- und Tierarten vorkommen? Unsere Reise möchte Sie mit den Landschaften, der Fauna und Flora sowie den Völkern dieser tropischen Insel bekannt machen. Dabei sind manche Hotels einfach, und der Reisekomfort ist begrenzt. Denn kein Besucher kann seine Augen vor der bitteren Armut Madagaskars verschließen.
ab 3.795,- EUR
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Termine & Preise pro Person
| Reisezeit | Doppelzimmer | Einzelzimmer |
|---|---|---|
| 17.06.2010 - 04.07.2010 | 3.795,- EUR | 4.315,- EUR |
| 08.07.2010 - 25.07.2010 | 4.195,- EUR | 4.715,- EUR |
| 05.08.2010 - 22.08.2010 | 4.195,- EUR | 4.715,- EUR |
| 09.09.2010 - 26.09.2010 | 3.895,- EUR | 4.415,- EUR |
| 07.10.2010 - 24.10.2010 | 3.895,- EUR | 4.415,- EUR |
Reiseverlauf
1. Tag: Flug nach La Réunion
Anreise nach Paris und gemeinsamer Flug mit Air Austral nach La Réunion (Boeing 777, Nachtflug, nonstop, Flugdauer ca. 10 Std.).
2. Tag: Antananarivo
Am Morgen landen wir auf dem Flughafen der französischen Insel Réunion und haben Anschluss nach Antananarivo, wo wir gegen Mittag eintreffen. Ihr Studiosus-Reiseleiter heißt Sie auf Madagaskar willkommen und begleitet Sie zum Hotel. Der Nachmittag steht zur Akklimatisierung zur freien Verfügung, bevor wir beim gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant mit madagassischer Musik die gute Küche des Landes kennenlernen. Zwei Übernachtungen in Antananarivo.
3. Tag: Die Hauptstadt
Bei einem Bummel treppauf, treppab gewinnen wir einen ersten Eindruck von der Stadt. Auf dem Hügel Ambohimanga lebten die Merina-Könige bis 1896 in vollkommener Abgeschiedenheit. Heute können wir die ganz aus Holz errichtete Palastanlage (UNESCO-Kulturdenkmal) besichtigen und staunen: Europäischer Luxus war gefragt! Und heute? Die Armut ist evident und führt immer wieder - zuletzt im Jahr 2009 - zu politischen Verwicklungen. Nachmittags besuchen wir das Projekt des Père Pedro, das Bettlern und Straßenkindern eine neue Chance geben will. Informieren Sie sich im Gespräch aus erster Hand über die soziale Realität Madagaskars!
4. Tag: Nach Antsirabé
Unsere Überlandreise beginnt. Gegen Mittag erreichen wir das ehemals noble Thermalbad Antsirabé. 170 km. Wie aus einer fernen Zeit wirkt der morbide Charme des Hotels, in dem wir heute logieren, in den 1950er Jahren Verbannungsort des bei den Franzosen in Ungnade gefallenen marokkanischen Königs. Rundgang durch die Stadt mit Besuch einer Edelsteinschleiferei. <ExtraTour>
Für alle, die Lust auf Extratouren haben, hat der Reiseleiter immer wieder Alternativen zum Programm parat. Wenn Sie allein und ohne Gruppe in Antsirabé auf Entdeckungsreise gehen wollen, dann mieten Sie sich für den Nachmittag eine Fahrradrikscha und lassen Sie sich die verborgenen Winkel der Stadt zeigen.
5. Tag: Durch das Hochland
Im Betsileoland ziehen sich Reisterrassen die steilen Hänge hinauf. Unterwegs werden auch die Probleme dieses von Bevölkerungswachstum und Entwaldung betroffenen Landes deutlich. Auf dem Weg nach Süden passieren wir Ambositra, bekannt für seine Holzschnitzereien. 250 km. Zwei Übernachtungen in einem neuen Hotel am Ranomafana-Nationalpark.
6. Tag: Ranomafana-Nationalpark
Mit einem erfahrenen Führer gehen wir heute auf die (Foto-)Pirsch (3 bis 4 Std., mittel, ↑ 50 m ↓ 50 m) im Ranomafana-Nationalpark (UNESCO-Naturdenkmal). Er umfasst eines der letzten verbliebenen Regenwaldgebiete Madagaskars. Erst 1987 wurde hier der Goldene Bambuslemur entdeckt, eine der seltensten Tierarten der Erde. Bei unserem Rundgang lernen wir viele charakteristische Pflanzen kennen und sehen mit etwas Glück auch verschiedene Lemuren. Der Nachmittag ist frei. Haben Sie Lust, den Reiseleiter am Abend auf einem weiteren Spaziergang in den Nationalpark zu begleiten, um sich auf die Suche nach nachtaktiven Tieren zu begeben?
7. Tag: Papier und Wein
Wir passieren Fianarantsoa, die zweitgrößte Stadt der Insel. Ungewohnt ist der Anblick von Weinfeldern auf dieser tropischen Insel. In Ambalavao besuchen wir eine Papierfabrik des aus Arabien stammenden Volkes der Antaimoro. Dann wird es abenteuerlich: Mit Lkws fahren wir in etwa zwei Stunden auf einer Piste zum Fuße des Andringitragebirges. 240 km. Wir übernachten in einem wunderschön gelegenen einfachen Zeltcamp (geräumige stehhohe Zelte mit privatem Sanitärbereich und Gemeinschaftstoiletten). Zwei Übernachtungen im Tsara-Zeltcamp.
8. Tag: In den Andringitrabergen
An den Hängen der Andringitraberge überlebt der letzte Primärwald des Hochlands. Lemuren und viele Vögel haben dort ihr Revier, und wir bestaunen botanische Seltenheiten: Pachypodien, Euphorbien, Aloen und viele andere mehr. Von unserem Zeltcamp aus erkunden wir die Umgebung ausgiebig zu Fuß (3 bis 4 Std., leicht bis mittel, ↑ 50 m ↓ 50 m) und besuchen auch ein nahe gelegenes Dorf. <ExtraTour>
Sie fühlen sich fit und möchten heute einen Berg erklimmen? Nur zu! Ein lohnender Weg führt von unserem Zeltcamp hinauf auf den Pic Cameleon (6 Std., anspruchsvoll, ↑ 600 m ↓ 600 m).
9. Tag: Durch die Savanne
Mit dem Lkw gelangen wir zurück zur Hauptstraße. Jetzt ändert sich das Landschaftsbild: Aus einer weiten Savannenlandschaft erhebt sich ein markanter Felsen, der dem australischen Ayers Rock ähnlich sieht. 240 km. Zwei Übernachtungen in Ranohira.
10. Tag: Im Isalo-Nationalpark
Auf einer Wanderung (3 Std., mittel, ↑ 100 m ↓ 100 m) erkunden wir den Isalo-Nationalpark: Völlig überraschend tauchen zerklüftete Inselberge aus der Ebene auf und bilden einen erstaunlichen Kontrast zur endlos erscheinenden Savanne. Außerhalb der Parkgrenzen präsentiert sich ein wildes Bild. Vor wenigen Jahren wurden hier Saphire entdeckt, und innerhalb von wenigen Monaten kamen Zehntausende von Schatzsuchern herbei, die das Gelände auf der Suche nach ihrem Glück durchgruben. Nachmittags Entspannung am Pool oder eine zweite Wanderung (2 Std., mittel, ↑ 100 m ↓ 100 m) zum Wasserfall der Nymphen.
11. Tag: Im Land der Mahafaly
Am Straßenrand entdecken wir die ersten mit Holzschnitzereien geschmückten Gräber - fremde Bestattungsformen, die uns ab jetzt immer wieder begegnen. Und immer öfter sehen wir jetzt auch die skurril gewachsenen Baobabs, die Affenbrotbäume, die für Madagaskar so typisch sind. An der Küste bei Tulear holen uns wieder die Gegensätze ein: Afrikanische Bevölkerungsgruppen siedeln bereits seit Langem hier, leben von Fischfang und Viehzucht. 270 km. Zwei Übernachtungen in einem Hotel am Strand von Ifaty.
12. Tag: Ein Tag am Meer
Unser Hotel liegt an einem unberührten Strand mit weißem Korallensand. Sie haben den ganzen Tag Zeit zum Entspannen, Baden, Schnorcheln und Spazierengehen.
13. Tag: Wieder in Antananarivo
Unterwegs nach Tulear besuchen wir eine botanische Station, in der Wissenschaftler endemische Pflanzen aus dem Süden Madagaskars untersuchen. Später am Tag ca. einstündiger Flug nach Antananarivo. Der Rest des Tages steht in der Hauptstadt zur freien Verfügung.
14. Tag: Natur pur!
Unterwegs nach Andasibe Stopp in einer Reptilien- und Schmetterlingsfarm. Bei einer Nachtwanderung im Reservat Perinet entdecken wir mit etwas Glück nachtaktive Lemuren. Fahrtstrecke 120 km.
15. Tag: Im Lemurenreservat
Vielleicht können wir die Indris bei ihrer Morgentoilette überraschen - oder eventuell erst beim Frühstück? Im Bergwald des Nationalparks Perinet leben noch etliche Familien dieser Lemurenart. Auf unserem weiteren Weg kommen wir in die tropischen Regionen der Ostküste. Wir steigen um in ein Boot, und eine frische Brise geleitet uns auf dem Pangalankanal zum Buschhaus. 180 km. Zwei Übernachtungen an einer malerischen Lagune.
16. Tag: Erholungstag
Wir besuchen ein privates Reservat am Ampitabesee und werden gleich von Lemuren und Chamäleons empfangen. Nicht nur die Tiere, sondern auch viele endemische Pflanzenarten Madagaskars werden hier gezüchtet und gepflegt. <ExtraTour> Der Rest des Tages bleibt frei zum Entspannen: Genießen Sie die Ruhe inmitten der Natur!
Sie interessieren sich mehr für Land und Leute als für Lemuren und fleischfressende Pflanzen? Dann können Sie mit dem Boot zu einem nahe gelegenen Dorf der Betsimisaraka fahren, schauen, wie die Menschen hier leben, und versuchen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
17. Tag: Rückflug von Madagaskar
Boote bringen uns auf dem Pangalankanal nach Tamatave (Toamasina), der betriebsamen Hafenstadt an der Ostküste. Von hier fliegen wir nachmittags nach La Réunion und haben Anschluss zum Flug mit Air Austral nach Paris (Nachtflug, nonstop, Flugdauer ca. 10 Std.). Gäste mit einer Badeverlängerung werden auf der Insel Réunion zum gebuchten Hotel gebracht.
18. Tag: Ankunft in Europa
Morgens Ankunft in Paris und Anschluss zu den anderen Orten.
Veranstalter: Studiosus
Inklusivleistungen
Alle Preise sind ab-Preise pro Person.
Im Reisepreis enthalten
- Linienflug (Economy) mit Air France von Frankfurt nach Paris und weiter mit Air Austral nach Antananarivo und zurück von Tamatave
- Inlandsflug (Economy) mit Air Madagascar von Tulear nach Antananarivo
- Flughafen-/Sicherheitsgebühren (ca. 80 €)
- Transfers/Ausflüge/Rundreise in inselüblichen Reisebussen und Fahrzeugen
- Bootstransfers auf dem Pangalankanal
- 13 Übernachtungen in bewährten, teilweise einfachen Hotels
- Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
- 2 Übernachtungen in einem guten Zeltcamp
- Halbpension (Abendessen, Frühstück)
- Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleiter
- Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Spezialitätenessen mit madagassischer Musik am 2. Tag
- Mittagessen im Tsara Camp am 8. Tag
- Eintrittsgelder
- Visagebühren (ca. 50 €) und Visabesorgung
- Trinkgelder im Hotel
- Rücktritts-/Reiseabbruchversicherung (ca. 125 €)
- Infopaket und Reiseliteratur (ca. 30 €)






