Chile - Argentinien – Mit Muße erleben
Ein Hauch „Fitzcarraldo“ schwebt über dieser Reise - aber nicht, weil unsere Andenüberquerung per Schiff so beschwerlich wäre! Im Gegenteil: Die Schiffspassagen gestalten Ihre Reise ausgesprochen geruhsam. Gleiten Sie auf dem Lago Argentino bis vor den Upsala-Gletscher, entdecken Sie das traditionelle Leben der Fischer auf der Insel Chiloé und beobachten Sie die Tierwelt an der Pazifikküste - vom Meer aus! Auch auf den Spaziergängen in Wäldern und Nationalparks lassen wir uns viel Zeit für das Erleben von Fauna und Flora. Umrahmt wird dieses vielfältige Naturprogramm von spannenden Tagen in Santiago und Buenos Aires.
- Geruhsame Reise mit vielen Doppelübernachtungen und einer Dreifachübernachtung
- Seenkreuzfahrt von Chile nach Argentinien über den Allerheiligensee
- Linienflüge mit Iberia
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Termine & Preise pro Person
| Reisezeit | Doppelzimmer | Einzelzimmer |
|---|---|---|
| 30.10.2010 - 18.11.2010 | 5.590,- EUR | 6.680,- EUR |
| 13.11.2010 - 02.12.2010 | 5.590,- EUR | 6.680,- EUR |
| 18.12.2010 - 06.01.2011 | 5.990,- EUR | 7.180,- EUR |
| 15.01.2011 - 03.02.2011 | 5.790,- EUR | 6.980,- EUR |
| 12.02.2011 - 03.03.2011 | 5.790,- EUR | 6.980,- EUR |
| 05.03.2011 - 24.03.2011 | 5.790,- EUR | 6.980,- EUR |
Reiseverlauf
1. Tag: Hasta luego, Alemania!
Individuell nach Madrid angereist, fliegen wir kurz nach Mitternacht mit Iberia ab nach Santiago de Chile (Flugdauer ab Madrid ca. 13,5 Std.).
2. Tag: Santiago de Chile
Akklimatisieren Sie sich im Hotel, bevor wir nachmittags gemeinsam mit dem Studiosus-Reiseleiter das historische Herz Santiagos erobern. Vielleicht spielt auf der Plaza de Armas eines der Streichquartette für uns auf, die hier gerne proben. Auf einer Rundfahrt erkunden wir die Hauptstadt, in der immer wieder europäische Elemente aufblitzen. Vom Cerro San Cristóbal lassen wir den Blick über die beeindruckende Kulisse der Anden schweifen und über eine Stadt, durch die seit den 1990er Jahren ein neuer Geist weht. An die historischen Altlasten des Pinochet-Regimes erinnert der Reiseleiter mit der Musik des Liedermachers Víctor Jara, der den Putsch von 1973 nicht überlebte. Abends dinieren wir mit bester Aussicht, dass sich das Restaurant dreht, liegt nicht am Vino chileno. Zwei Übernachtungen in einem zentral gelegenen Hotel.
3. Tag: Valparaiso - Hafenstadt am Pazifik
Die Fahrt über die Küstenkordillere ist ein Erlebnis, und der Name unseres Ziels klingt wie Musik: Valparaiso (UNESCO-Kulturdenkmal). Ganz wie die Einheimischen ruckeln wir in abenteuerlichen Fahrstühlen hinauf zu den Terrassen. Ein toller Blick auf die bunten Viertel und die Bucht, deren perfekte Form wie mit dem Zirkel gezogen scheint. Im mondänen Vina de Mar brutzelt für uns ein köstlicher, fangfrischer Pazifikfisch in der Pfanne. Am späten Nachmittag Rückkehr nach Santiago. 240 km. <ExtraTour>
Für alle, die Lust auf Extratouren haben, hat der Reiseleiter immer wieder Alternativen zum Programm parat. Wenn Sie am 3. Tag lieber Santiagos Flair voll auskosten als nach Valparaiso wollen, dann lassen Sie sich von der Atmosphäre des Mercado Central - Santiagos Markthallen - einfangen. Oder spazieren Sie zum Cerro Santa Lucía hinauf und werfen Sie unterwegs einen Blick auf die Ausstellung zur indigenen Kunst Chiles. Oder lieber einen Pisco sour an der Plaza Mulato Gil Castro?
4. Tag: Deutsche Wurzeln in der Chilenischen Schweiz
Heute erwartet Sie ein Flug mit Panoramablick. Mit LAN Airlines fliegen wir an der Andenbergkette entlang nach Puerto Montt. In der Hafenstadt, in der ab 1852 viele deutsche Einwanderer siedelten, nehmen uns auf einem Bauernhof deren Nachkommen gastlich auf. Was man uns wohl zum Mittagessen auftischt? Es wird spannend, Deutsch-Chilenen über das Leben im heutigen Chile zu befragen. Im idyllisch am Llanquihuesee gelegenen Puerto Varas warten schon unsere Hotelzimmer auf uns. 140 km. Abends noch einen Drink an der Seepromenade? Zwei Übernachtungen in Puerto Varas.
5. Tag: Die Insel Chiloé
Bunt bemalte Pfahlhäuser säumen die Häfen der Insel Chiloé. Hier entdecken wir das traditionelle Leben der Fischer und brauchen uns auch über Ochsengespanne nicht zu wundern. An der Pazifikküste erwartet uns ein besonderes Abenteuer. Mit einem kleinen Boot fahren wir an vorgelagerten Inseln entlang, auf denen sich dicht an dicht Magellan-Pinguine drängeln (wetterabhängig). Nach dem Mittagessen unternehmen wir einen Abstecher zu den spanischen Festungen von Ancúd. 400 km.
6. Tag: Im Banne der Vulkane
Für unseren gemeinsamen Spaziergang auf der Uferpromenade von Puerto Varas haben wir uns eine eindrucksvolle Kulisse ausgesucht: den Osorno-Vulkan, der die ganze Gegend beherrscht und zu den schönsten der 2085 Vulkane Chiles zählt. Seine erkalteten Lavaströme haben eine bizarre Landschaft rund um die Petrohue-Wasserfälle mitgeformt, die wir nachmittags aufsuchen - mitten im dichten Urwald des Vicente-Pérez-Rosales-Nationalparks. 70 km. Spätnachmittags können Sie durch Südbuchenwälder streifen oder auf der Terrasse unseres Hotels am Allerheiligensee entspannen.
7. Tag: Per Schiff durch die Anden
Einen Hauch von „Fitzcarraldo“ kann man unserer heutigen besonderen Etappe wahrlich nicht absprechen: einer Andendurchquerung per Schiff und Bus! Dieses Abenteuer auf diversen Seen ist nur möglich, weil die Gewässer auf verschiedenen Ebenen ein System bilden. Höhendifferenzen bewältigen wir mit dem Bus. Wir schippern durch grüne Einsamkeit; vorbei an dicht bewaldeten Bergen und schneegezuckerten Vulkanen. Am Nachmittag passieren wir die Grenze zu Argentinien. Nun ist es nicht mehr weit zu unserem Ziel: dem bekannten Urlaubsort Bariloche. Busstrecke 90 km. Zwei Übernachtungen.
8. Tag: Nationalpark Nahuel Huapi
Immergrüne Urwälder, tiefblaue Seen und ein Himmel, über den sich Sahnewolken ergießen: Unsere Tour durch Argentiniens ältesten Nationalpark heißt Circuito Chico und macht Lust auf mehr, wie z.B. auf die Berge oberhalb des Nahuel-Huapi-Sees. Sie durchstreifen wir, wenn das Wetter mitspielt. Nach unserem Mittagessen in einem rustikalen Restaurant schweben wir mit der Gondel auf den Aussichtsberg Cerro Otto. Ein unvergesslicher Panoramablick auf die von Bergen umringten Seen! <ExtraTour>
Achten Sie auf Ihre Linie in Bariloche, denn in vielen Confiserien lockt eine schier unwiderstehliche Verführung: zarte Schokolade, die auch direkt vor Ihren Augen hergestellt wird! Versäumen Sie nicht, von diesen berühmten Süßigkeiten zu kosten. Die Kalorien werden Sie bei einem Streifzug durch die Innenstadt leicht wieder los, auch wenn Sie dafür nicht mit in die Bergwelt des Cerro Otto kommen.
9. Tag: Auf nach Patagonien!
Das „Dorf“, wie die Bewohner Bariloche liebevoll nennen, lockt Besucher auf viele seiner repräsentativen Plätze. Wir suchen uns den besonders attraktiven Centro-Cívico-Platz aus, hier sieht es irgendwie ein bisschen nach Schweiz in den Anden aus. Dann heißt es: Abheben! An den Anden entlang fliegen wir mit Aerolineas Argentinas nach Calafate, der Pforte zum Nationalpark Los Glaciares (UNESCO-Naturdenkmal). Konnten Sie aus dem Fenster die Berglegenden Fitz Roy und Cerro Torre sehen? Unser Streifzug durch die „Welthauptstadt der Gletscher“ macht Appetit auf das gemeinsame Abendessen im Restaurant. Drei Übernachtungen in Calafate.
10. Tag: Im Nationalpark Los Glaciares
Smaragdgrün leuchtet der Lago Argentino, ein Juwel, das wir mit einem komfortablen Ausflugsboot befahren. Weiter in der Sinfonie der Farben: Vorbei an bald silbern, bald kobaltblau schimmernden, bizarr geformten Eisbergen schippern wir zum Upsala-Gletscher. Später fühlen wir uns wie in einem Märchenwald, wenn wir durch verwunschene Südbuchenwälder zum Onellisee spazieren, der von mehreren Gletschern gespeist wird. Fahrtstrecke 100 km.
11. Tag: Kalbender Moreno-Gletscher
Wir stehen in der Kühlkammer Patagoniens und erleben ein Klanggewitter erster Güte. Mit theatralischem Getöse kalbt der Moreno-Gletscher (UNESCO-Naturdenkmal), einer der größten Gletscherbrüche Amerikas. Erst knirscht es geheimnisvoll, dann quietscht es schrill, und schließlich donnern von einer fast 70 m hohen Eiswand mächtige Eisbrocken in den See. Und wir stehen auf den Aussichtsterrassen direkt davor. Gletscherrückgang und Klimawandel auch hier? In jedem Fall ein atemberaubendes Schauspiel. 180 km. Abends lassen wir es uns im Pascasio schmecken, neben Lamm auch bekannt für hervorragende Wildgerichte.
12. Tag: Zurück nach Chile
Wie Zuckerwatte türmen sich die Wolken zu stillen Kunstwerken auf, die uns auf der Fahrt durch die Steppe begleiten. Nach der Grenze erreichen wir in Chile wieder die Anden. Im Paine-Nationalpark, einem der schönsten Chiles, umgibt uns eine wie von Meisterhand komponierte Bergwelt. Heimat für Guanakos, Nandus und Flamingos und ein Paradies für Naturfreunde. 300 km. Zwei Übernachtungen in einem herrlich gelegenen Hotel im Nationalpark.
13. Tag: Im Paine-Nationalpark
Schroffe Granitzinnen, eisbedeckte Gipfel und malachitgrüne Seen. Wer möchte wohl nicht in solch traumhafter Umgebung arbeiten? Ob er wirklich einen Traumjob hat, wollen wir vom Parkwächter wissen. Im Verwaltungszentrum sprechen wir mit ihm über seine Aufgaben und sein Leben in der Natur. Den Spaziergang zum Salto Grande und Pehoesee planen wir so, dass uns ein Farbenspiel beim Sonnenuntergang für den kleinen Marsch belohnt. Fahrtstrecke 40 km.
14. Tag: Nach Punta Arenas
Heute verlassen wir die Bergwelt und fahren durch das wildromantische Südpatagonien: Einsame Estancias, wetterfeste Pioniersiedlungen und windzerzauste Geisterwälder. Durch eine Tundralandschaft geht's an die Magellanstraße nach Punta Arenas. 350 km.
15. Tag: Am Ende der Welt
Prachtvolle Villen, ehrwürdige Kontore und ein Friedhof voller Mausoleen: Das goldene Zeitalter als Handelsmetropole vor der Öffnung des Panamakanals prägt auch heute noch Punta Arenas. Vorbei an vereinzelten Estancias geht die Fahrt zur argentinischen Grenze. Von der Provinzhauptstadt Rio Gallegos fliegen wir mit Aerolineas Argentinas ans Ende der Welt: nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Erde. Fahrtstrecke 280 km. Zwei Übernachtungen in Ushuaia.
16. Tag: Auf dem Beagle-Kanal
Vormittags Schiffsfahrt auf dem windumtosten Beagle-Kanal. <ExtraTour> Auf einem nachmittäglichen Spaziergang erkunden wir den Nationalpark Tierra del Fuego; durch windschiefe Wälder gelangen wir an die Lapataia-Bucht. Hier endet auch die Panamericana, bis Alaska sind es über 17000 km. Unsere Fahrtstrecke: 40 km.
Sie sind nicht seefest und wollen Ushuaia auf eigene Faust erkunden? Besonders viel Kurioses hat das Museo del Fin del Mundo zu bieten. Im Museo Maritimo werden u.a. die Horrorgeschichten jener Gefangener illustriert, die ihre eigene Strafanstalt errichten mussten.
17. Tag: Auf nach Buenos Aires!
Am Vormittag heben wir mit LAN Argentina gen Norden ab. Aus der Luft wird uns die schier unendliche Weite Patagoniens besonders bewusst. Tangoklänge der Bandoneonspieler auf den Straßen und ein kakophonisches Hupkonzert begleiten uns beim Transfer in unser zentral gelegenes Hotel in Buenos Aires. „Qué bárbaro!“ - „Wie schön!“ Diesen Ausruf weiblicher Kundschaft werden Sie beim Bummel in der eleganten Einkaufspassage Galerías Pacífico wohl öfter aufschnappen. Am Abend lassen wir uns ein saftiges Steak schmecken, das in den typischen Steakhäusern oft unterarmdick serviert wird. Und später? Spüren Sie doch in einem Tangolokal der argentinischen Seele nach (ca. 45 €). Zwei Übernachtungen.
18. Tag: Buenos Aires, das Paris Südamerikas
Wir stürzen uns hinein in die Metropole, die wegen ihres europäischen Flairs als das Paris Südamerikas gilt. Auf einer Stadtrundfahrt entdecken wir die repräsentativen Seiten der argentinischen Hauptstadt. Auf der Plaza de Mayo vor der Casa Rosada wurde nicht nur zu Peróns und Evitas Zeiten Geschichte geschrieben. Hier treffen sich immer noch die Mütter der Verschwundenen aus der Zeit der Militärdiktatur. Apropos Frauenpower in Südamerika - wie im Nachbarland Chile regiert auch hier eine Dame: Cristina Kirchner. Nachmittags bummeln wir durch die Einkaufspassagen der Galerías del Pacífico und besuchen das Grab von Evita. Don't cry for me, Argentina! Abends treffen wir uns im eleganten Restaurant Teatriz und erinnern uns bei Malbec oder Merlot an die Weite Patagoniens.
19. Tag: Adiós, Buenos Aires!
Tangomusik liegt in der Luft. Kein Wunder, denn hier am alten Hafen wurde der berühmte Tango Argentino geboren. Wir unternehmen eine Tour durch das volkstümliche La Boca-Viertel, das morbiden Charme ausstrahlt. Hier sind auch viele Künstler und der Fußballclub von Altstar Maradona zu Hause. <ExtraTour> Im Viertel Puerto Madero kann man sehen, was sich aus alten Lagerhäusern so alles machen lässt: ehemals ein verruchtes Hafenareal, heute ein In-Treff mit Shops, Cafés und Galerien. Verabschieden Sie sich von Argentinien mit einem letzten Café solo im Jugendstilcafé Tortoni. Hier trafen sich schon Argentiniens Intellektuelle wie Jorge Luis Borges und Formel-1-Star Juan Manuel Fangio. Abends Flug mit Iberia nach Madrid (nonstop, Flugdauer ca. 12 Std., Abendessen im Flugzeug).
Erleben Sie das Echo der Pampa mitten in der Stadt - auf dem größten Viehmarkt der Welt! Statt den Künstlern in La Boca schauen Sie den Gauchos über die Schulter und den Rindern auf die Hörner.
20. Tag: Ankunft in Madrid
Am Nachmittag Ankunft in Madrid. Anschluss zu den anderen Flughäfen.
Veranstalter: Studiosus
Inklusivleistungen
Alle Preise sind ab- Preise pro Person.
- Linienflug (Economy) mit Iberia von Frankfurt nach Santiago de Chile und zurück von Buenos Aires
- Inlandsflüge (Economy) lt. Reiseverlauf
- Flughafen-/Sicherheitsgebühren (ca. 80 €)
- Transfers/Ausflüge/Rundreise in bequemen, landesüblichen Reisebussen (teilweise mit Klimaanlage)
- 17 Übernachtungen, Hotels meist mit Klimaanlage und Swimmingpool
- Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
- Halbpension (Abendessen, Frühstück, am 3., 4., 5. und 8. Tag Mittagessen statt Abendessen)
- Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleiter
- Örtliche Führer
- Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Abendessen in typischen Restaurants am 2., 9., 11., 17. und 18. Tag
- Mittagessen in typischen Restaurants am 3., 5. und 8. Tag
- Mittagessen auf einem Bauernhof am 4. Tag
- Bootsfahrten lt. Reiseverlauf
- Eintrittsgelder und Nationalparkgebühren (ca. 105 €)
- ServicePlus-Leistungen
- Trinkgelder im Hotel
- Rücktritts/Reiseabbruchversicherung (ca. 150 €)
- Infopaket und Reiseliteratur (ca. 30 €)

