ECUADOR

Ecuador, ein Land unglaublicher und unvergesslicher Kontraste, verdankt seinen Namen dem simplen Fakt, dass der Äquator mitten durchs Land läuft. Als kleinster Andenstaat bezaubert dieses Land jeden mit seinen geographisch sehr unterschiedlichen Regionen, die ein geradezu kontinentales Mosaik an Biozonen aufweisen. In keinem Land der Erde gibt es so viele Lebensformen pro Quadratmeter. Diese natürlichen Kontraste stehen in direktem Zusammenhang mit der Höhenlage und um sich in eine ganz andere Gegend zu versetzen, braucht man nicht, wie in anderen südamerikanischen Staaten, hunderte von Straßenkilometern zurückzulegen. Spektakulär wechselnde Landstriche sind in Ecuador oftmals nur eine Frage von wenigen Minuten.

Kleines Land ganz groß

Ecuador, das kleinste Land im Andenraum, liegt – wie der Name schon sagt – direkt am Äquator. Es gibt kaum ein Land, in dem Sie in kurzer Zeit so viele beeindruckende Landschaften durchfahren können, wie hier. Das Festland gliedert sich in drei Naturregionen:

Sierra

Das zentrale Andenhochland mit Vulkanen und Berggipfeln von über 6.000 Metern bildet das Rückgrat des Landes.

Costa

Im Westen Ecuadors befindet sich das Tiefland mit wunderschönen Sandstränden entlang der Pazifikküste.

Oriente

Östlich der Anden überwiegen im feuchtheißen Amazonasbecken dichte und artenreiche tropische Regenwälder.

Unsere Rundreisen bieten eine gute Möglichkeit, ein interessantes Land aus vielen Perspektiven kennen lernen zu können und so auch einen Einblick in die verschiedenen Regionen außerhalb der touristischen Pfade zu bekommen.

Informationen

SÜDECUADOR

Die südlichen Andenprovinzen Cañar, Azuay und Loja formen eine wasserreiche und sich abflachende Hochgebirgslandschaft, die Region des sogenannten „Austro“. Die Inkas wollten in dieser Region ihr „Cusco des Nordens“ errichten. Die heute europäisch geprägte Stadt Cuenca, sicher die architektonisch schönste des Landes, wurde auf den Ruinen der Inkastadt Tomebamba gegründet. Leider ist von der einstigen Inkastadt nicht viel übrig geblieben. Immerhin hat aber die schöne Tempelanlage von Ingapirca überlebt. Die attraktive Stadt Loja hat sich in den vergangenen Jahren angenehm entwickelt. Mit dem Nationalpark Podocarpus besitzt die Provinz eine großartige Naturregion und Vilcabamba ist der Südposten des internationalen Tourismus im Tal der Hundertjährigen. Östlich von Loja befindet sich Zamora, die abgelegene tropische Hauptstadt von Ecuadors südlichster Provinz, Zamora-Chinchipe.

KÜSTE

Die Küste Ecuadors besteht aus schönen einsamen Sandstränden und gemütlichen Fischerdörfern. Die „Ruta del Sol“ führt entlang einer wunderschönen Küstenstraße vorbei an schönen Stranddörfern mit wunderschönen Ausblicken auf das offene Meer. Der Besuch der„Isla de la Plata“ (Silberinsel) ist das Highlight an der Küste, da man hier verschiedene Tiere findet, die sonst nur auf den Galapagos Inseln zu beobachten sind. Je nach Jahreszeit lassen sich hier Blaufuß-, Rotfuß- und Maskentölpel, Albatrosse und Seelöwen nieder. Zwischen Juni und September ist die Insel der ideale Ort zur Walbeobachtung.

Einzigartig ist auch der einsame und breite Sandstrand „Los Frailes“ – der wohl schönste Strand Ecuadors – ein Strandparadies inmitten des Nationalparks Machalilla. Die bewaldeten Gebiete des Parks umfassen einen tropischen Trockenwald mit etwa 360 Vogelarten.

REGENWALD

Ein Höhepunkt ist der Besuch des ecuadorianischen Regenwaldes, der durch seine gute Erreichbarkeit und Nähe in relativ kurzer Zeit besucht werden kann. Im „Oriente“, dem Osten Ecuadors liegt das Amazonasbecken mit den großen Flüssen, die als Wege in den grünen Dschungel dienen. Inmitten des Amazonas befinden sich eine vielfältige  Vegetation, eine große Bandbreite der bewundernswerten Fauna, eine Vielzahl an ethnischen Kulturstämmen und geschützten Naturreservaten, z. B. der Nationalpark Yasuni, der von der UNESCO zum Bioreservat erklärt wurde.

Ein unvergessliches Erlebnis ist, den Dschungel vom Paddelkanu aus zu erleben. In dieser natürlichen Atmosphäre ohne störende Motorengeräusche ist es möglich eine Vielzahl an Affen, exotischen Vögeln, Kaimanen, Flussdelfinen und mit Glück sogar Anakondas zu sichten. Es gibt aber auch viele Lodges, die sich für einen tollen Aufenthalt im  Regenwald anbieten.

HOCHLAND

Die Anden durchziehen in drei Bergketten das Land von Norden nach Süden. Der ehemalige Vulkan Chimborazo ist mit 6.310 Metern der höchste Berg Ecuadors. Die Hochland-Provinzen sind alle durch die Landstraße Panamericana verbunden, welche die Besucher durch verschiedene, touristisch interessante Landschaften führt, wie z. B. die „Straße der Vulkane“ mit ihren schneebedeckten Vulkanen, Nebelwäldern und Seen, wo unzählige Tiere und Pflanzen beheimatet sind.

Einen Höhepunkt im Hochland stellt der Vulkan Cotopaxi dar, dem höchsten aktiven Vulkan der Welt und der am meisten bestiegene Berg der Anden. Weitere Attraktionen sind die beiden Kolonialstädte Quito und Cuenca, die quirligen und farbenfrohen Indianermärkte, die blaugrün schimmernde Kraterlagune Quilotoa, die  abenteuerliche Zugfahrt zur „Teufelsnase“, sowie eine Vielzahl von tosenden Wasserfällen rund um Baños, ein kleines Städtchen am Fuße des aktiven Vulkans Tungurahua. Die Andenregion ist das meist besuchte Reiseziel des Landes, da sie über eine große kulturelle und naturelle Vielfalt verfügt. Neben den klassischen Touren zeichnet sich das Hochland durch eine enorme Auswahl an verschiedenen Aktivitäten aus, wie zum Beispiel Fahrradfahren, Reiten, Wanderungen, Bergsteigen, Wildwasserfahrten, Vogelbeobachtung oder Camping. Vor allem für Bergsteiger und Wanderer bietet das Hochland viele interessante Berge mit Höhen von 4.000 bis 5.000 Metern. Viele dieser Berge können an einem Tag bestiegen werden.

GALAPAGOS

Die Galapagos Inseln sind bekannt für ihre einmalige Tierwelt. Man kann sich mit Seelöwen am Strand sonnen, die Blaufußtölpel beim Hochzeitstanz bewundern, mit Haien tauchen, den riesigen Galapagos Schildkröten nach spionieren, Pinguine beim Fischfang beobachten und mit Leguanen um die Wette faulenzen.

Santa Cruz bietet viele interessante Landausflüge zu den verschiedensten Attraktionen der Insel, wie zum Beispiel eine Tour ins Hochland der Insel, zur berüchtigten Charles Darwin Forschungsstation oder auch zu den wunderschönen Stränden der Tortuga Bay und Garrapatero. Während der „Tour de Bahia“ können zahlreiche Tiere und Vogelarten in der Bucht von Puerto Ayora(Academy Bay) beobachtet sowie die Meeresbewohner beim Schnorcheln näher erforscht werden.

Zu den meist besuchten Attraktionen der Insel Isabela zählen der Vulkan Sierra Negra sowie die Salzwasserlagune Las Tintoreras. Weitere Ausflugsmöglichkeiten sind der Besuch der Tränenmauer und der Aufzuchtstation für Riesenschildkröten. Das Cabo Rosa, der südlichste Punkt der Insel Isabela, ist ein riesiger, vom Meer ausgespülter Hohlraum vulkanischen Ursprungs und bildet den Lebensraum für Korallen, Mantarochen, Meeresschildkröten sowie zahlreiche Arten von Tropenfischen und ist das Schnorchelparadies auf den Galapagosinseln.

Auf San Cristóbal gehören folgende Landausflüge ins Besucherprogramm: der Besuch des Hochlandes mit dem Schildkrötenreservat Galapaguera de Cerro Colorado und dem schönen Strand Puerto Chino sowie die Seelöwen- bucht Loberia. Zudem gibt das Interpretationszentrum in Puerto Baquerizo Moreno einen ersten umfassenden Einblick in das Archipel und seine einzigartige Tierwelt.

Alle Bootsausflüge auf Galapagos führen zu einigen auserwählten Besucherstandorten, die in der Regel nur von den Kreuzfahrtschiffen angefahren und besucht werden dürfen. Daher bieten sich bei einem Hotelaufenthalt auf Santa Cruz verschiedene Tagestouren auf die Nachbarinseln Bartolomé, South Plazas, North Seymour, Santa Fé, Floreana oder Cerro Dragón auf der Insel Santa Cruz an. Naturliebhaber auf San Cristóbal kommen bei einem Bootsausflug entlang der Küste der Insel, z. B. zum aus dem tiefblauen Ozean aufragenden Felsen León Dormido oder zur Galapaguera Natural, voll auf ihre Kosten. Neben Ausflügen sind die Inseln auch ein geeigneter Ausgangspunkt um Tages-Tauchtouren zu unternehmen. Einer der weltweit besten Tauchspots auf Galapagos ist der Gordon’s Rock in der Nähe der Plazas Inseln.

LÄNDERKOMBI

Unsere Länderkombis bieten Ihnen die Möglichkeit, ihren Aufenthalt in Ecuador noch durch den Besuch eines der Nachbarländer wie zum Beispiel Peru oder Kolumbien zu erweitern. Dadurch haben Sie die Gelegenheit, in kürzester Zeit möglichst viele Länder und deren Kulturen zu entdecken und kennen zu lernen. Die Länderkombi-Reisen können entweder in Ecuador starten oder enden. Auf diese Weise kann man in einer einzigen Tour von der Inkafestung Machu Picchu in Peru bis nach Ecuador und zu den Galapagos Inseln gelangen, oder nach einem Ecuador-Aufenthalt noch einen anschließenden Badeaufenthalt an der Karibikküste in Kolumbien hinzubuchen – und das alles mit derselben zuverlässigen Organisation und Durchführung. Die spezifischen Bedingungen und Konditionen der einzelnen Produkte sind hierbei die selben wie bei den „reinen“ Ecuador- Produkten.

LÄNDERKOMBI: ECUADOR UND NACHBARLÄNDER

Die praktische Besonderheit an unseren Mehrländer-Reisen ist, dass man sich während seines Urlaubs nicht nur mit Ecuador zufriedengeben muss, sondern auch die einfache Möglichkeit hat, die Nachbarländer mit der selben Organisation zu bereisen und kennen zu lernen. Dies hat den Vorteil, dass man sich während seines Urlaubs nicht noch selbst um eine eventuelle Weiterreise kümmern muss, sondern die Organisation sicher in unsere Hände legen kann.

Peru: Die Uralte Inka-Kultur, Machu Picchu, die „grüne Hölle“ des Amazonas und die majestätischen Anden – eine einmalige Vielfalt an Erlebnissen erwartet Sie!

– Kolumbien: Die Reiseziele in Kolumbien zeigen sich unerschöpflich vielfältig: Tropischer Regenwald, Pazifik- und Karibikküste, die Kaffeezone, pulsierende Metropolstädte und die Andenregion bieten eine große Auswahl.

QUITO

Quito, die Hauptstadt Ecuadors, als Weltkulturerbe ausgezeichnet, ist ein idealer Standort, um auf Tagesausflügen die Schönheiten der vier verschiedenen Re- gionen des Umlandes kennenzulernen. Vulkane, Wasserfälle, Thermalbäder, herrliche Naturschutzgebiete und malerische Dörfer – die Palette der Ausflugs- ziele ist groß.

In Quito selbst kann man unter anderem die pompösen, schön geschmückten Kirchen bei einem Besuch der historischen Altstadt besichtigen oder vom Pichincha-Vulkan aus nach einer Gondelfahrt den Blick über die gesamte Stadt genießen. Quito ist umrundet von13 Vulkanen, von denen einige, wie der Pichincha, die Möglichkeit bieten innerhalb von einem Tag bestiegen zuwerden. Die Hauptstadt ist auch Ausgangspunkt für das nur 20km nördlich gelegene Äquatordenkmal „Mitad del Mundo“. Außerdem fährt man innerhalb von zwei Stunden von der Großstadt in den dichten Nebelwald, der sich zur Vogelbeobachtung und Wanderungen auf einzigartigen Waldpfaden hervorragend eignet. Südlich von Quito beginnt die „Straße der Vulkane“. Nirgendwo sonst auf der Welt drängen sich so viele Vulkangipfel auf so engem Raum. Über der ganzen Region thront der zweithöchste Berg Ecuadors und zugleich höchste aktive Vulkan der Erde, der Cotopaxi.

Nördlich von Quito finden sich malerische Landschaften mit wunderbar klaren Vulkankraterlagunen und Indianer- märkten, die mit ihren farbenfrohen Ponchos und prächtigem Kunsthandwerk glänzen; der Indianermarkt Otavalos ist wohl der berühmteste in dieser Region. Die Thermalbäder von Papallacta liegen östlich von Quito und bieten Ruhe und Entspannung in einem beschau- lichen Andental auf einer Höhe von 3.300 Metern. Rund um Quito werden außerdem Fahrradtouren angeboten, wie z. B. die beliebte Downhill-Fahrt im Nationalpark Cotopaxi oder wundervolle Abfahrten in der Nähe von den Thermalquellen von Papallacta, sowie auf dem neu angelegten Fahrradweg „Chaquiñan“, einer ehemaligen Eisenbahnstrecke zwischen Cumbaya und Puembo.

GUAYAQUIL

Guayaquil, die größte und wirtschaftlich bedeutendste Stadt Ecuadors, liegt an der Küste des Landes, so dass der Pazifik in kurzer Zeit zugänglich ist. Innerhalb von zwei Stunden erreicht man die Strandorte Playas und Salinas, in denen man einen Nachmittag in der Sonne abseits vom Großstadtrummel entspannen und die Natur genießen kann. Die „Perle des Pazifiks“, wie die Stadt früher gerne genannt wurde, kann vom Hügel „Cerro Santa Ana“, an dem das bunte Künstlerviertel „Las Peñas“ liegt, bei einem Spaziergang über die Flusspromenade „Malecón 2000“ oder am Abend vom Boot auf dem Rio Guayas aus besichtigt werden. Im Historischen Park, der an den Ufern des Daule Flusses liegt, wird in anschaulicher Weise Kultur und Brauchtum der Küstenregion Ecuadors vermittelt. Rund um Guayaquil befinden sich Haciendas mit Bananen-, Kakao- oder Kaffeeanbau, auf denen Sie gemütlich einen ganzen Tag verbringen können und die Möglichkeit haben am Leben der Hacienda teilzunehmen. Guayaquil ist auch der ideale Ausgangspunkt, um eine Bootsfahrt durch die Magroven zu unternehmen, wo Sie verschiedene Reiherarten und Pelikane beobachten können.

CUENCA

Cuenca, die drittgrößte Stadt Ecuadors, ist eine koloniale Stadt, mit gepflasterten Straßen und vorkolonialen Ruinen, Kirchen und farbigen Indianer- märkten. Die Stadt liegt in einem andinen Hochlandbecken in 2.450m bis2.600m Höhe, etwa 450km südlich von Quito. In Cuenca gibt es vieles aktiv zu entdecken: Die „neue“ Kathedrale, die vielen Kirchen und Museen bergen beachtliche Kunstschätze aus der kolonialen Zeit. In kleinen Werkstätten werden Keramik-, Gold- und Silberwaren, Textilien und Panamahüte hergestellt, die in hübschen Läden und auf farbenprächtigen Märkten verkauft werden.

Die Stadt kann außerdem auch angenehm mit dem Fahrrad erkundet werden. In der Umgebung von Cuenca liegen einige reizvolle Dörfer wie z. B. Gualaceo und Chordeleg, die Festung von Ingapirca, eine Inkaruine, sowie die legendäre „Nariz del Diablo“ (Teufelsnase). Der nahegelegene Nationalpark Cajas bietet eine traumhafte Kulisse für Tageswanderungen rund um die zahlreichen Gletscherseen, die sich in der üppigen hügeligen Berglandschaft befinden. Südlich von Cuenca befindet sich der Wasserfall „El Corro“, zwei schöne Wasserfälle in einem Bergwald, die auf einer Tageswanderung erkundet werden können.